GeoMol

EU-Projekt „GeoMol“ zur Bewertung der Geopotenziale in den alpinen Vorlandbecken für die nachhaltige Planung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen abgeschlossen

 

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes GeoMol wurden Daten für die bis zu 5.000 m tiefen alpinen Vorlandsenken nördlich und südlich der Alpen ausgewertet. Diese besitzen enorme Potenziale für die Erschließung und den Einsatz umweltfreundlicher Technologien wie z.B. der Geothermie. Ziel des GeoMol-Projektes war es, mit Hilfe transnational abgestimmter Kriterien vorhandene Daten anzugleichen, den Untergrund zu modellieren und so den verantwortlichen Planern eine Entscheidungsgrundlage für ein international abgestimmtes Untergrundmanagement zur Verfügung zu stellen. An dem Projekt waren Geo-Behörden, Forschungseinrichtungen und Universitäten der Alpenanrainerstaaten Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und Slowenien beteiligt. Koordiniert wird GeoMol vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hat sich an dem EU-Projekt beteiligt und war in die Arbeiten für das Pilotgebiet „Bodensee-Allgäu“ eingebunden. Mit seinem Teilprojekt zur „mitteltiefen Erdwärmesondengeothermie“ hat der Regionalverband seine vorhandenen Kenntnisse zur oberflächennahen Geothermie und tiefen Geothermie/Hydrogeothermie vertiefen können. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Entwicklung standardisierter Bohr- und Ausbaudesigns sowie von zwei Rechenmodulen zur Potenzialabschätzung der mitteltiefen Erdwärmesondengeothermie im Pilotgebiet.

 

 

GeoMol-Abschlussbericht für das Pilotgebiet „Bodensee-Allgäu“ liegt vor.

 

Aufgrund des hohen Potenzials zur Nutzung geothermischer Energie insbesondere im östlichen Bereich des Pilotgebietes „Bodensee-Allgäu“ wurde dieses Gebiet zur Abschätzung des geothermischen Potenzials des tiefen Untergrunds detaillierter untersucht.


Schwerpunkte waren die Entwicklung eines geologischen 3D-Modells sowie eine geostatistische 3D-Temperaturmodellierung für den deutsch-österreichischen Teilraum. Die Modelldaten flossen in die Potenzialstudie des Regionalverbandes „Mitteltiefe Erdwärmesondengeothermie“ ein.

 

Die Gesamtdaten bilden eine fortschreibungsfähige Wissensbasis. Für eine Beurteilung möglicher Wechselwirkungen verschiedener Nutzungen im tiefen Untergrund fehlen derzeit noch fachlich allgemein anerkannte Kriterienkataloge. Derzeit geht es darum, untersuchungswürdige Räume zu identifizieren. Dabei sind die thermalen Grundwasservorkommen – insbesondere vor dem Hintergrund der Versorgung unserer Thermalbäder in der Region – mit in die Betrachtung einzubeziehen. Angedacht werden könnte dabei ein gekoppeltes thermisch-hydrochemisches Grundwasserströmungs- und -transportmodell.

 

Der Abschlussbericht für das Pilotgebiet „Bodensee-Allgäu“ liegt seit Jahresende 2015 in gedruckter Form beim LGRB vor oder kann als LGRB-Information Nr. 30 heruntergeladen werden. Weitere detaillierte Kartendaten mit den Schwerpunkten „geologische Basisthemen“ und „geothermisches Potenzial“ stehen unter www.geomol.eu zur Verfügung.

 

 

Abschlussbericht über das internationale Gesamtprojekt GeoMol der EU

 

Der in englischer Sprache verfasste Abschlussbericht (GeoMol Project Report) über das internationale Gesamtprojekt kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden. An dem Gesamtprojekt waren 14 Partner aus den sechs Alpen-Anrainerstaaten Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und Slowenien beteiligt. Koordiniert wurde GeoMol vom Bayerischen Landesamt für Umwelt.

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